|
|
Allgemeine
Musikalische Zeitung
44 - 1842
|
Januar. No. 2
Feuilleton.
Lortzings Oper: “Die Beiden
Schützen” ist im Hamburg mit vieler Teilnahme aufgeführt
worden. Eben so in Schwerin Donizetti’s “Tochter des Regiments”,
worin sich die Damen Gneib und Höffert, und die Herren Gliemann und
Köhler auszeichneten. |
Februar. No. 6.
Nachrichten.
Frankfurt a.M.
(...)
Im alten Jahr hörten wir noch
zum guten Ende Gluck’s Iphigenia in Aulis, die Favorite, den Barbier von
Sevilla, Zar und Zimmermann, Belisar, die Fremd, den Brauer von Preston,
den Dorfbarbier, die herrliche Musik zu Egmont, und am Sterbetage Mozarts:
Figaro’s Hochzeit. (...) |
März. No. 11.
Frankfurt a.M.
(...)
Zampa und Zar und Zimmermann halten
sich durch Pischek. Goethe’s Egmont, trotz seiner wackern
Besetzung un himmlischer Musik, bleibt leer.
(...) |
März. No. 12.
Coburg, vom Monat April bis
December v.J. Herzogliches Hoftheater. Neuigkeiten: “Die Hugenotten”, “Zar
und Zimmermann”, “Der Pirat” und “Hans Sachs”. Pirat fiel durch, Norma
und die Sannambula wurden vor leeren Bänken gegeben gegeben. (...) |
April. No. 17.
Ankündigungen.
Lortzing, A. Ouv. zu Casanova
à 4 mains. Lpz. Br.u.Härtel. 20Ngr. |
Juni. No. 23.
Nachrichten.
Frankfurt a.M.
(...)
Dieser neue Abschnitt unserer Oper
begann mit Fidelio. Es folgten bis zum 20. Mai: Zar und Zimmermann; Freischütz;
Belisar, zum Besten der Abgebrannten in Hamburg (nur schwach besucht);
Figaro; Don Juan. Also fünf deutsche Opern auf eine italienische,
welches als eine gute Vorbedeutung für die Zukunft genommen wird.
(...) |
September. No. 38.
Frankfurt. Oper. Diese war
vom 26. Mai bis zum 18. Juli sehr tätig, und die sich auf deutschen
Bühnen ewig bekämpfenden drei Nationen gingen so ziemlich Hand
in Hand miteinander. Diesmal konkurrierten: Lucia von Lammermoor, Otello,
Puritaner, Nachtwandlerin; Jacob, Zampa, Weiße Dame, und zum ersten
Male Guido und Ginevra; Zar und Zimmermann, Preziosa, Fidelio, Zauberflöte,
Don Juan, Templer und Jüdin; und das immer rege Zünglein der
Waage Beifall verweilte doch am längsten bei unsern deutschen Ehrenmeistern,
und bei Boieldieu’s geistvoll lieblicher Musik zur weißen Dame, die
hier gleich der Zauberflöte neu in Scene gesetzt ist.
(...)
Nachrichten.
Hamburg in September.
(...)
Obenan stelle ich hier nun natürlich
die Mozart’schen Open, von denen Die Entführung, Figaro, Don Juan,
Titus und Zauberflöte fortwährend auf dem Repertoire sind und
stets eine zahlreiche Zuhörerschaft herbeiziehen, welches, nebenbei
bemerkt, auch zugleich ein gutes Zeugnis für das Geschmack des hiesigen
Publikums, wenigstens eines bedeutenden Teils desselben gibt. Sodann kommen
die Weber’schen Oern, Jessonda und Faust von Spohr, robert der Teufel und
Hugenotten von Meyerbeer, Nachtlager zu Granada von Kreutzer, Joseph und
seine Brüder von Mehul (Hr. Wurda als Joseph, Hr. Reichel
als Jakob und Fräulein Eichbaum als Benjamin sind ausgezeichnet),
Jüdin und Guido und Ginevra von Halevy, die vorzüglichsten Opern
von Auber, Boieldieu, Rossini, Donizetti, die komischen opern von Lortzing
(Casanova ging hier am 10.d.M. in Szene) u.s.w. - Im Laufe diese Sommers
sind vier Opern neu in Szene gesetzt, nämlich: Der Kerker von Edinburg,
Musik von Fr. Ricci; die Regimentstochter von Donizetti; der schwarze Domino
von Auber, und die eben erwähnte Oper von Lortzing: Casanova. (...) |
September. No. 39.
Nachrichten.
Berlin, im September 1842
Im Juli und August fanden hier viele
Gastdarstellungen statt, (...)
Dagegen gefiel der hier sehr befreundete
Bassist Herr Krause aus münchen als Figaro in der Mozart’schen Oper
und Rossini’s Barbier von Sevilla, ferner als Zar Peter in der Lortzing’schen
Oper, (...) |
October. No. 42.
Nachrichten
Frankfurt. Musik vom 28.
August bis zum 30. September. Seit unserm letzten Berichte bis heut wurden
unsre Bühnenbretter nicht kalt, denn Oper, Schauspiel und Concert
wechselten mit einander in buntem Gemisch. Wer uns vorwirft, unser Repertoire
sei nicht reichhaltig, der blicke nur auf das letzte Messrepertoir. Der
Monat August schloss mit Zar und Zimmermann.
(...)
Berlin, den 2. October 1842.
(...) Die k. Oper konnte wegen Unpässlichkeit
der Dem. Schultze und Abwesenheit der Dem. Tuczeck (im Seebade
und Swinemünde) nur erst in der letzten Hälfte des Septembers
wirksam sein. Dem. Miller vom kaiserl. Hoftheater zu St. Petersburg
gab die Preziosa und Annchen im “Freischütz” als Gastrollen, mehr
durch routiniertes Spiel, als den Gesang ansprechend, welcher im parlanten
indess auch genügte. “Die beiden Schützen” von Lortzing
unterhielten erheiternd. In Donizetti’s “Marie, die Tochter des
Regiments” (welche Oper hier sehr gefällt) und den “Krondiamanten”
von Auber trat Dem. Tuczeck, im schauerlichen Danaidenballet
Dem. Wagon wieder auf. Auch die mehrmals verhinderte Aufführung
der Iphigenia in Tauris von Gluck fand endlich statt. |
|
|
|
|